Nachhaltiger Konsum

Die aktuelle Trendstudie „Konsumethik" der Otto Group widmet sich ganz dem Thema „Nachhaltiger Konsum". Sie zeigt auf, was Verbraucher wollen. Und worauf sich Unternehmen einstellen müssen: nachhaltiger Konsum bestimmt das Geschäftsmodell der Zukunft.

Die Trendstudien der Otto Group beobachten seit einigen Jahren, wie sich das Verbraucherverhalten in Deutschland ändert. Vor allem im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit. Die aktuelle Studie zeigt auf, was nicht wirklich überrascht: Nachhaltiger Konsum setzt sich durch. Im Jahre 2009 kaufte knapp jeder vierte Befragte häufig Produkte, die ethisch korrekt hergestellt wurden (26%). Im Jahre 2013 sind es mehr als doppelt so viele (56%). Und die Verbraucher verstehen unter dem Begriff Konsumethik heute weit mehr als nur „bio". Das setzt Unternehmen zunehmend unter Druck, ihr Handeln zu überprüfen.

Nachhaltiger Konsum – auch eine Vertrauensfrage

Das Angebot an ethisch korrekt hergestellten Produkten steigt. Aber kann man als Verbraucher jedem Umweltsiegel trauen, das plakativ auf dem Produkt platziert ist? Und welches Siegel steht für was? Mit wachsendem Angebot steigt auch die Verunsicherung der Verbraucher. Dementsprechend vertrauen nur 48% der Befragten darauf, dass die Produkte auch wirklich ethisch korrekt produziert wurden. Und insgesamt sehen zwar 75 % der Befragten in solchen Produkten einen Mehrwert gegenüber den herkömmlichen - im Jahre 2011 waren es aber noch 82%. Was bedeutet dieser Vertrauensverlust für die Unternehmen? 

Nachhaltiger Konsum steigert das persönliche Wohlbefinden

Unternehmen müssen den Verbrauchern wieder Werte und Orientierung vermitteln. Und nicht nur das. In gesättigten Märkten gewinnen immaterielle Werte mehr und mehr an Bedeutung. 60% der befragten Verbraucher empfinden nachhaltigen Konsum als Gewinn an Lebensqualität. Und dabei geht es ihnen nicht ausschließlich um sich selbst: 83% geben an, das nachhaltiger Konsum auch bedeutet, die Lebensqualität von anderen erhöhen zu können. Experten meinen, gerade weil Egoismus und Leistungsdruck in der Gesellschaft zunehmen, wird soziale Verantwortung  und Gemeinschaftssinn für viele wichtiger. Können Unternehmen diese Entwicklung für sich nutzen?

Nachhaltige Marken sind die Gewinner

Lebensqualität ist ein zentraler Treiber für nachhaltigen Konsum. Das heißt, Unternehmen können die Lebensqualität der Kunden steigern, wenn sie ihnen sorgenfreien Konsum ermöglichen. Das ist der Faktor, der die Geschäftsmodelle der Unternehmen in Zukunft maßgeblich bestimmen wird. Wenn ein Unternehmen soziale Verantwortung und Gemeinwohlorientierung zeigt, unterstützt es den Verbraucher in seinem nachhaltigen Konsumverhalten – und gibt ihm ein gutes Gefühl. 71% der Befragten wollen, dass Unternehmen sich in Fragen globaler Probleme engagieren. Umair Haque, Ökonom und Direktor des Havas Media Lab fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen: „Brands that succeed in the future will be ones that focus on improving the individual's wellbeing but also that of others."
 

Die Präsentation zum Thema können Sie hier downloaden.