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Flat Design und Parallax-Scrolling. Das sind die aktuellen Trends im Webdesign. Wir wissen zwar, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss – aber dieser hier hat es in sich. Denn er verändert die Art, wie wir uns im digitalen Raum bewegen.

Zeitenwende im Webdesign

Die Ablösung des dreidimensionalen Designs von Apple durch das von Microsoft mit Windows 8 eingeführte „Flat Design", hat eine Zeitenwende im Webdesign eingeläutet. Apple wollte den User mit seinen analogen Symbolen einer Bahnhofsuhr oder eines abgerissenen Notizzettels noch langsam auf die digitale Realität vorbereiten -  doch diese Zeiten sind vorbei. Der User ist erwachsen geworden. Minimalistisch und auf Funktionalität reduziert, verzichtet das „flache Design" auf überflüssige Schnörkel und jegliche graphische Didaktik. Man weiß, wie man mit den Benutzeroberflächen der neuen Betriebssysteme umgeht. Jeder weiß, wie ein Smartphone oder ein Tablet funktioniert.

Anpassung an flexible Webseiten

Die mittlerweile so beeindruckend etablierte Nutzung von mobilen Endgeräten hat die Entwicklung des neuen Designs maßgeblich vorangetrieben. Webseiten müssen heute auf allen mobilen Endgeräten funktionieren. Das Flat Design ermöglicht eine flexible Anpassung an die verschiedenen Bildschirmgrößen. Zudem bietet es schnellere Ladezeiten. Damacht Webseiten flexibler – und mobiler. Dem User kommt die Minimalistik des Flat Designs entgegen, denn es sorgt für Übersichtlichkeit und Klarheit. Aber mehr noch: Das „Scrollen",  „Wischen" und „Touchen" hat sich maßgeblich darauf ausgewirkt, wie Webseiten heute wahrgenommen und genutzt werden. Geprägt durch die mobilen Endgeräte, scrollt sich der User heute durch die Seiten. Auf eine klassische Navigation wird daher weitestgehend verzichtet. Auch die statische Anordnung von Elementen wird aufgehoben. Und was in Videospielen schon seit einigen Jahren eingesetzt wird, erhält nun auch Einzug in das Webdesign:"Parallax-Scrolling" heißt das neue Zauberwort!

Parallax-Scrolling – Design mit Tiefgang

Das Parallax-Scrolling bedient sich des Effekts der Bewegungsparallaxe. Gemeint ist ein optischer Effekt in der menschlichen Wahrnehmung. Wenn Objekte auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind und der Betrachter sich parallel zu ihnen bewegt, entsteht der Eindruck von Tiefe. Um diesen Effekt zu nutzen, werden die Elemente einer Website in unterschiedlichen Ebenen angelegt. Die Verbreitung von HTML5 und CSS3 begünstigen diese Gestaltungsart.

Dieses Design bricht Strukturen auf und ermöglicht eine ganz neue Art, Inhalte zu vermitteln. Marketing- und Kommunikationsleute können sich freuen. Denn die neue Generation der Webseiten folgt dem Trend des Storytelling. Tiefe und Bewegung machen Inhalte lebendig. Bilder können auf verschiedenen Ebenen „mitlaufen". Formate und Motive wechseln sich ab, Text und Grafik gehen harmonisch ineinander über. Dadurch entsteht Dramaturgie.

Aber nicht nur die Marketing- und Kommunikationsleute profitieren von diesen neuen gestalterischen Möglichkeiten. Am meisten freuen kann sich am Ende doch der User. Ihm wird auf den neuen Seiten richtig was geboten – er muss sich nur treiben lassen.

Die Präsentation zum Thema können Sie hier downloaden.